Montag, 1. Oktober 2012

In Gedanken



NIE/IMMER

Kennt ihr die Gedankengänge auch, die von diesen netten kleinen Begleitern namens "immer" und "nie" umrandet werden? Immer und Nie sind ziemlich gut darin, einem glauben zu machen, dass das Leben bis zum allerletzten Tag genau so ist, wie JETZT. Und JETZT ist in diesem Zusammenhang nie, der beste Tag des Lebens, mhm!

Wieso ist es so verdammt einfach, zu glauben, dass sich die Dinge nicht ändern werden (zum besseren, zum besten)?! Dabei ist die wohl erste Grundregel des Lebens, stete Veränderung. Alles ist im Fluss, alles in Bewegung. Was leben will, muss sich verändern, wird sich verändern, garantiert.

Ich habe letztens für ein Magazin mit einer tollen Psychologin darüber gesprochen. Sie sagte, dass genau diese Denkart der beste Weg in die Krise ist - oder eben der schnellste Weg aus der Krise heraus: Wenn Dinge, Situationen oder Menschen IMMER oder NIE so sind, wie sie sind, macht uns das sehr hilflos (und ängstlich, wütend... you name it). Wenn wir davon ausgehen, dass nichts und niemand immer so sein wird, dass sich die Dinge, Menschen und Situationen ändern können und werden, dann ist vieles (alles!) möglich. Wir können handeln, wir können mit dieser Perspektive auch im Moment gelassen bleiben, wir haben Hoffnung.

Eigentlich logisch, nicht?

Wenn ihr* euch in den nächsten Tagen also wieder einmal dabei erwischen solltet, eure Gedanken mit "immer" und "nie" auszuschmücken, wisst, dass sich alles ändert... alle Dinge, alle Situationen, alle Menschen. Auch ihr.


*Und ich spreche hier genau so zu mir selbst!







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Kommentare:

Martin hat gesagt…

Ich versuche dann nach solcher Lektüre immer, mir zu Herzen zu nehmen, dass ich nicht mehr in immer und nie denke, aber es gelingt mir dann immer nie.

Franziska hat gesagt…

Herr Schacher, das wichtigste ist doch immer der Mut, es wenigstens versuchen zu wollen :). Alle grossen Dinge beginnen mit etwas Mut, Naivität oder Grössenwahnsinn ;P. Ich würde dir das eine oder andere auf jeden Fall zusprechen!

Müntschi, F.