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Montag, 29. Juli 2013

Schau mir in die Augen, Grosser.


Ach, was ist heut für ein schöner Montag. Ich geh meinen Lieblingsmenschen am Flughafen abholen.

Wie anders sich dieser Tag doch anfühlt, als damals mit dem Hochstapler, der dann doch nicht am Flughafen war und ich mit meinem Geburtstagsgeschenk wieder unverrichteter Dinge umkehren musste. Damals war das zu schlimm und bizarr, um sich noch richtig schlimm anzufühlen. Es fühlte sich einfach leer und hilflos an.

Ganz anders heute, als ich mit übervollem Herzen an denselben Ort zurückkehre und einen Menschen willkommen heisse, bei dem ich mich sicher, leicht und wunderbar frei fühle. Wieder habe ich ein Geschenk dabei und diesmal weiss ich, er wird da sein. Wird hoffentlich immer da sein. Das Leben ist zu kurz, um es nicht mit glücklichem Herzen mit dem besten Menschen der Welt zu verbringen.


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Montag, 25. Februar 2013

Innehalten


Die Zeit. 
Meine Zeit füllt sich mit Arbeit, die ich liebe, Menschen, die ich liebe und Schlaf, den ich auch liebe. Es gibt so viele Momente zum Umarmen - viele will ich mit euch teilen, ein paar behalte ich ganz für mich. Doch komme ich weder zum Erzählen, noch dazu, still in mich zu schweigen. Die Zeit für meinen kleinen Raum hier, schweift an mir vorbei, ohne bei mir anzuhalten. Und so kommt es, dass ich hier seit einer Woche verschwunden bin und sich langsam eine feine Staubschicht auf Posts und Links legt. Bis ich einen neuen Rhytmus gefunden habe, will ich nicht versprechen, was ich nicht halten kann. Nur dies: Ich mag diesen Ort hier und die Möglichkeiten, meine kleinen Geschichten zu erzählen, viel zu sehr, um nicht zurückzukommen. Ich hoffe, euch geht es gleich.



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Mittwoch, 23. Januar 2013

Augenblicke



How time goes by
Oh, mein liebes kleines Herzogreich verschwindet langsam in Kisten... und ich habe schon tausend Pläne für meine neue Römervilla in Winterthur! :D



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Freitag, 16. November 2012

Augenblicke


Augenblicke: Nebelschwaden, die sich um mein Quartier wickeln/ Gemüse auf dem Münstergassmärit am Dienstag vor der Arbeit/ Müslüm in Wintherthur (Süper, sein Vitamin!)/ Leckeres und Schönes bei rafinesse & tristesse (mehr dazu morgen)/ As you like it oder: Kinder sind so/ Verdientes Afterworkdessert in der Rio Bar in Zürich (der supernette Kellner war natürlich ein Berner ;P)/ in den Bettsocken die Treppe runtergefallen und mit der IKEA Schere die Fransen nachgeschnitten/...




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Samstag, 4. August 2012

Innehalten







Motherhood can have ups and downs. Beautiful, exhausting, hilarious, frustrating, magical, overwhelming. When Toby was a newborn, I would joke to Alex that new motherhood was like traveling abroad. You're tired and jetlagged, and you haven't showered and you're sort of sticky, but then you look around and the world is beautiful and otherworldly and you're glad you came. 





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Sonntag, 15. Juli 2012

Augenblicke



Mein Sommer in Bern. Er ist anders, als ich ihn mir vorgestellt habe. Ohne Lilou. Dafür mit vielen kleinen Augenblicken zum Herzen und einem Lieblingsmenschen an meiner Seite, mit dem das Weltentdecken noch mehr Spass macht. Jeden Tag weiss ich einmal mehr, dass ich mich in diesem Moment richtig entschieden habe - für mich und für das Hundekind (welches nur Tage später sein neues Zuhause gefunden hat).

Es ist (wieder) gut so, wie es jetzt ist.

Aber es ist doch eine dieser intensiven Lebenslektionen, die einem eine ganz neue Seite an sich selbst offenbaren, die hinterfragen, was man vorher einfach als gegeben angenommen hat. Das ist gut so, auch wenn es erschreckt, durcheinanderwirft, aufraut. Deshalb braucht es diese Tage des Nachdenkens und Nachfühlens, um mich in meiner Haut neu zurechtzufinden und mich wieder vertraut zu fühlen in diesem Ich mit neuer Facette...


Im Uhrzeigersinn: Flair Blumen // Café & Canaperia Fariboles // Salon de Coiffeure Blond // Hauseingang im Breitenrain


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Dienstag, 10. Juli 2012

Augenblicke



Leben ist, was passiert, während man andere Pläne macht. Oder anders gesagt, Leben ist, was passiert, während die Kamera in irgendeiner Tasche vergessen geht. Eigentlich eine der schönsten Arten von Leben. Mittendrin anstatt nur dabei. Da vergisst sogar dieses Fotomeitschi hier ab und zu das knipsen. Wie letzten Freitag an meinem Geburtstagsfest. Es war gut, es war lecker und es waren jede Menge liebe Menschen da, es gab Musik, es gab Geschenke und als es vorbei war, sank ich in einer Umarmung glücklich ins Bett ohne ein einziges Bild geschossen zu haben. Nun denn, für irgendetwas gibt es Erinnerungen :).

Damit ihr aber nicht ganz leer ausgeht, hier noch ein paar Momentaufnahmen vom herzoglichen Backmarathon vor dem Freitagsfest sowie der kleinen Familienfeier zuhause (inklusive der besten Beeren-Quarktorte der Welt, die meine Mutter mal eben im Handumdrehen mit frischer Minze und Amarettiboden neu erfunden hat für mich *mijampf*)...









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Freitag, 6. Juli 2012

Innehalten



Franziska & die 30ig

Meine Lieben, seit heute Morgen um sechs oder so bin ich 30 Jahre alt. Ein Meilenstein - auch in unseren aufgebrochenen Strukturen von heute noch! Wie es ist, 30ig zu sein, kann ich euch hier aber noch nicht gestehen, zu frisch und unspektakulär sind die ersten Stunden verlaufen. Ausserdem habe ich zu tun, Kuchen backen und salzige Gluschtereien für mein kleines grosses Fest heute Abend. Die Outfitfrage steht noch aus und mein Schönwettertanz will auch noch geübt sein. Lasst euch also hiermit kurz umarmen und die Plauderei über den Platz im Leben auf später verschieben (mit einem Stück Kuchen, den ich für euch backe?)...

...das bin übrigens ich vor 29 Jahren. Strahlemädchen, Honigkuchenpferdchen, definitiv!  


 
 Ps: Seifenblasen mag ich heute noch genaus so gerne wie damals. Smiles.



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Montag, 2. Juli 2012

Glück ist...



... wenn man tolle Pläne hat, alles anders kommt und das Leben einem dafür sein eigens für einen zusammengestelltes Deluxe-Programm präsentiert.

So geschehen letztes Wochenende: Seit Urzeiten wollte ich unbedingt am Sonntag Mumford & Sons am St.Gallener Open-Air sehen. Karte gekauft. Tag freigehalten...

Alles klar!
Alles klar?

Niiiicht so schnell, denn letzte Woche verliere ich beim schönsten, wärmsten, sonnenhaftesten Wetter zuerst meine Stimme und erhalte dafür einen schlimmen Husten bis in die untersten Ecken meiner labilen Bronchien gratis obendrauf.

Autsch!

Nun denn, wenn das Wetter schön genug ist, kann ich auch in St.Gallen bellen wie ein abgesagtes Kanonenrohr, beruhige ich mich. Doch, ach aber ach am Sonntag giesst es kalt aus allen Kannen. Und ehrlich gesagt, so sehr ich diese Lieblingsband von mir auch live sehen möchte, auf einen sommerlangen Bombenhusten habe ich nicht im geringsten Lust. Neindankemerciadiöö.

Und so kehren zwei Abenteurer auf halbem Weg um und machen sich einen gemütlichen Abend zuhazse mit Trainerhose, Mörderrätselraten, Fussball und nicht zuletzt den besten Spaghetti Bolognese meines Lebens (merci, liebster Meisterkoch!).

Die besten Pläne sind nicht immer die spektakulärsten. Und wahre Freiheit ist, sich immer für das entscheiden zu können, was sich am besten anfühlt. Manchmal ist das ein Teller Pasta mit einem Lieblingsmenschen, anstatt ein Konzert mit der Lieblingsband. Mumford, Söhne, wir sehen uns bestimmt ein anders mal...






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Freitag, 29. Juni 2012

Innehalten








Above all, 
be the heroine of your life, 
not the victim. 

Nora Ephron





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Mittwoch, 13. Juni 2012

Freitag, 8. Juni 2012

Herzenssache



All the world's a stage

Wie klein doch die Vorstellungskraft des menschlichen Hirns sein kann. Da leben wir in die Tage hinein und machen uns tausend Gedanken über unsere Zukunft. Wir denken in logischen Schritten und errechnen uns die Wahrscheinlichkeit von Möglichkeiten. Wir sagen uns, das und das wird sowieso nie passieren. Wir überlegen uns, was passieren muss, damit sich unsere Wünsche erfüllen.

Und dabei vergessen wir, wie so oft, dass wir keine Ahnung haben. Keinen blassen Schimmer von all den Zusammenhängen und Ebenen auf denen wir alle mit dieser Welt, miteinander, verbunden sind, ein Gewebe, das in ständigem Fluss ist, agiert, reagiert, kreiert. Wir sehen, was wir sehen. Wir denken, was wir denken. Doch obwohl wir mit unserem Denken, Handeln, Fühlen grosse Auswirkungen schaffen, sehen wir nicht genug, um auch nur eine annehmbare Vorstellung davon zu haben, was das Leben für uns bereit hält.

Wie da eine kleine Bernerin mit grossem Herz an einen falschen Mann gerät, verraten wird und just in diesem Moment den Mut findet, vor der Nation ganz zu sich zu stehen. Wie gut das tut, in ihrer Mitte zu ruhen, wie sie sehr sie das austrahlt und wie genau dadurch in einem anderen Teil der Schweiz ein wunderbarer Mann dazu veranlasst wird, ihr einen Brief zu schreiben. Wer hätte das schon wissen können, wer weiss schon, wie es weitergeht.

Erlauben wir uns doch, jederzeit an Wunder zu glauben und für sie bereit zu sein. Lassen wir uns nicht von unserern eigenen beschränkten Möglichkeiten zurückhalten, Wege und Weisen zu finden, die weder logisch, noch möglich, noch vorsehbar scheinen - aber die das Leben zum Abenteuer machen, und uns zu Hauptdarstellern unserer eigenen fabelhaften Geschichte.


To be continued...


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Samstag, 19. Mai 2012

Augenblicke


A little bit of this - a little bit of that

Blumen kaufen, die Nägel beim Umtopfen ruinieren, Wäsche waschen, den Mittag geniessen, eine fabulöse Einladung zu einem Hochzeitsfest, den Regenschirm spannen, in der Abendsonne spazieren, lachen im Yoga, vor lauter reden den Film vergessen, frische Beeren und Schokolade und eine saubere Wohnung. Das war mein Freitag. Und wie war euerer?



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Mittwoch, 16. Mai 2012

Innehalten

(Bild via Pinterest)


Meine schlimmste Angst war immer, mein Herz hinter einer einsamen Mauer zu schützen, anstatt furchtlos zu leben. Lieber tausend mal auf die Fresse fallen, mich schürfen, schmerzen. Lieber tausend mal mich aufrappeln, die Stücke meines Traumes zusammensuchen, sie heilen, alleine weitergehen und wieder Hoffnung finden. Immer wieder Hoffnung finden, braucht Energie, braucht den Willen zu glauben, wo lauter Gegenbeweise der Vergangenheit einem ins Gesicht lachen und sagen: Gib auf. Versteck dich. Bleib alleine. Sei sicher.

Nun. Ich bin kein mutiger Mensch. Ich habe vor vielem Angst, ich mache mir andauernd Gedanken, hinterfrage und stehe mir vielleicht auch manchmal im Weg.

Aber eines habe ich immer gewusst, auch dann wenn ich nur noch hätte schreien können, weil es so weh tat und ich weg aus meiner Haut, aus diesem scheinbar ausweglosen Moment wollte: Ich wusste, dass ich die Hoffnung nicht aufgeben wollte, dass es besser wird, nein, dass es wunderbar werden wird. Irgendwo hinter der Biegung meines Weges, von dem ich nicht weiss, wo er hinführt.

Der Glaube, mein Glaube, an das Gute, an Wunder, an das Licht, die Liebe und den Schutz eines Gottes, der für mich immer da ist, auch wenn ich manchmal lange nicht mir ihm rede und ihn oft nicht verstehe... dieser Glaube hat mich nie verlassen. Ich habe ihn nie verlassen.

Ich brauche keine Beweise. Ich vertraue auf mein Gefühl, meinen Weg, und diese Hoffnung, die in mir brennt und mich das Gute sehen und feiern lässt, wo immer ich es finde. Ich vertraue darauf, dass dieses wundersame, wunderbare Leben ein grossartiges Abenteuer ist, das mich auffordert, der beste, vollste, echteste Mensch zu sein, den ich sein kann. Mit überfliessendem Herzen, offenem Geist und einer unerschöpflichen Sehnsucht, die mich nie stehen bleiben, sondern mich mein Zuhause im Unterwegssein finden lässt.



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Mittwoch, 4. April 2012

Freitag, 16. März 2012

Innehalten

(Bild via Pinterest)



Meine Lieben, es dauert nicht mehr lange und ich werde Mama eines kleinen, süssen Vierbeiners. Deshalb studiere ich schon jetzt wie ein Streber Erziehungsbücher und Ernährungs- und Pflegeratgeber für Hunde. In einem meiner Bände bin ich über diesen berührenden Text über das Loslassen gestolpert. Er zeigt, wie sehr der Tod zum Leben gehört... schön.

Saying Good-bye

The evening wore on, the music from the radio drifting out and enveloping us all. And with each moment, my wife and I could see that the small black kitten she held in her lap was edging even closer to death. Only a week before, we had adopted her from the animal shelter clinic where I had twice saved her life - first from the ravages of parasites, and then from the institutional procedures that required unadopted strays to be put to sleep after a certain period.

But now further postponing seemed impossible. I had done what I knw how to do and yet Miracle, as we'd dubbed her on account of her heroic, though brief, rebound, was surely on her way out.

 (Lest weiter nach dem Break)

Samstag, 28. Januar 2012

Have a lovely day!

(Bilder via Pinterest)

Einen schönen Samstag, ihr Lieben. Was habt ihr vor?

Ich will mich auf dem Märit mit mindestens einer Tonne Gemüse eindecken, in der Yogastunde Körper und Geist sortieren, Emails von lieben Menschen beantworten und mit meiner Familie den Geburtstag meiner Lieblingstante feiern (putzen und Wäsche waschen verdränge ich an dieser Stelle einfach mal grosszügig).

Und natürlich träume ich auch heute von meinem künftigen Vierbeiner, mit dem sogar ein trister Regenspaziergang zum Abenteuer werden wird. Juhuu!




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Samstag, 24. Dezember 2011

Eingerichtet




Schlaf kommt derzeit nicht immer unbedingt zur Bettzeit. Allzuoft bin ich entweder noch hellwach, vorfreudig aufgeregt auf alle meine Herzenswünsche oder in Gedanken über die Dinge, die mich manchmal nachdenklich und traurig machen... in einer der letzten Nächte bin ich deshalb kurzentschlossen wieder aus den Federn gehüpft und habe bis um drei Uhr in der Frühe ganz ganz gaaaaanz leise mein Wohnzimmer umgeräumt.

Ein Raum ist keine Turnhalle. Fertig mit Möbel an die Wand stellen, als als wären sie Verdächtige in einer Polizeiaktion. Jetzt haben in meinem Wohnzimmer das Arbeiten und das gemütliche Sofafälzen genau gleich viel Raum. Dank meinen Urwaldpflanzen stören sie sich dabei auch überhaupt nicht. Hurra!








PS: Ich werfe einen letzten liebevollen Blick auf mein klitzekleines Sofa Clementine. Es war mir ein treuer Begleiter. Viele schöne Stunden mit der besten Freundin, Schokoladeeis und unzähligen Folgen von Sex and the City, einsame Träumereien, und zusammengeknautschte Kuschelstunden zu weit hat es gesehen. Jetzt ist es an der Zeit, eine etwas erwachsenere Version (sprich: ein Sofa, auf dem zwei Leute tatsächlich Platz haben) dieses Möbelstücks in meinem Leben willkommen zu heissen. Nächste Woche kommt das schöne Weihnachtsgeschenk.

So long, liebe Clementine, ich werd dich nie vergessen!!



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Donnerstag, 22. Dezember 2011

Glück ist...




Liebe Herzenswunschliste,

ich schicke dich dieses Jahr schon etwas früher gen Himmel, damit ihr, liebe Herzenswünsche, ein paar Tage länger Zeit habt, euch auf meine Zukunft vorzubereiten. Ich freue mich schon jetzt auf alles, was da kommen möge. Dieses kleine, flackernde Gefühl des vorfreudigen Aufgeregtseins, möge es nicht nur mich begleiten, sondern auch euch - auf dem Weg zu mir.


In Liebe,

eure F.




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Freitag, 23. September 2011

In Gedanken



Letztes Jahr trat jemand in mein Leben, der sich von Anfang an so sehr nach Heimat anfühlte, als würden wir uns seit tausend Jahren kennen. Eine Vertrautheit, die mir den Atem raubte und und meine Gefühle Pirouetten tanzen liess. Dieser Mensch und ich, dachte ich, stehen am Beginn von etwas ganz Grossem... Liebe in meinem Fall und Freundschaft oder etwas in dieser Art für ihn, wie sich herausstellte. Nach Wochen des gemeinsamen Fliegens und sich Fallenlassens, war es ein harter Aufprall. Unerwartet, jäh, schmerzhaft.

Wie konnte das passieren? Wie kann der Pfad von Ich-habe-mich-noch-nie-im-Leben-so-gefühlt auf derart direktem Weg zu Ich-will-dich-als-Mensch-nicht-verlieren-lass-uns-Freunde-bleiben führen? Diesen Shortcut gibt es auf der Landkarte meines Herzens nicht. Es dauerte, bis ich mich gesammelt und zum Weitergehen bereit war.

Nun, gestern habe ich diesen Menschen zum Mittagessen getroffen. Nach Monaten des Schweigens, hatte er sich gemeldet und für die bitteren Worte entschuldigt, die schliesslich doch noch zwischen uns geflossen waren. Das war Manna für meine Erinnerungen und Saat für Hoffnung... für eine Art Versöhnung des Erlebten mit dem Jetzt. Schliesslich waren wir mal Weltmeister des Gesprächs gewesen, zusammen hatten wir aus ordinärem Alltag unvergessliche Erinnerungen gemacht. Konnte das nicht auch ohne involvierte Romantik möglich sein?!

Nun denn, mein Herz klopfte doch etwas, als ich mich in die Stadt aufmachte und Richtung Schachbrett lief, unser Treffpunkt. Wie sollte ich ihm von meinem Lieblingsmenschen erzählen? Wie all die Dinge benennen, die mein Leben in den vergangen Monaten geformt hatten? Würden meine Knie weich werden bei seinem Anblick?

Ich hätte mir nicht so viele Gedanken zu machen brauchen. Denn diese, unsere Mittagsverabredung dauerte gerade mal eine knappe halbe Stunde. Er, mit dem Kopf ganz bei der Arbeit, die ihn diese Woche in Bern absorbiert, die Augen in der Umgebung herumirrend. Ich, ziemlich konsterniert über ein bizarres Treffen mit einem Menschen, der entfernt jemandem glich, den ich mal sehr lieb hatte und der nun neben mir sass, ohne anwesend zu sein.

Auch einen Tag später, bin ich immer noch ziemlich ratlos. Was sollte das gewesen sein? Sollte das alles gewesen sein?! Eines ist jedoch klar. Die Magie des Austausches, das Hin- und Herspringen von Gedanken, Spiel und Fluss können nur zwischen zwei Menschen entstehen. Einer allein reicht nicht. Bezaubernde Konversationen sind nicht das Resultat einer einzelnen, strahlenden Persönlichkeit. Es braucht zwei Menschen, die wollen, können und in diesem Moment präsent sind. Voilà.



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