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Mittwoch, 16. Januar 2013

In Gedanken


(Foto via Flickr)


In Anbetracht, dass ich demnächst hoffentlich bald nach Winterthur ziehe, habe ich es nur für richtig befunden, meine freie Zeit in eine gründliche Räumungsaktion meines Herzogreiches zu investieren. Und boy, oh, boy habe ich wenn nicht tonnen- dann doch immerhin kiloweise Dinge gefunden, die ich weder brauche, noch an sie denke, noch glücklich mit ihnen bin.

Bei manchen ist es ein abwägen, ein kleines Hin, ein kurzes Her. Viel zu oft ist es jedoch klar: Weg, weg, weg damit*! Loslassen fühlt sich in diesem Moment absolut grossartig an (wenns doch nur immer so wäre).

Wie konnte ich nur so lange mit so viel Kram leben, den ich nicht brauche?! Das Hirn raucht und die zupackende Persönlichkeit gerät in einen leichten Rausch. Alles, was ordentlich in eine Tüte gepackt oder in einen Abfallbeutel wandert, fühlt sich in mir augenblicklich leichter an.

Adieu Altlasten!
Good bye was nicht mehr passt!
Hallo... Muskelkater!

Nun denn, es ist ein guter Kater. Einer der maunzt, dass etwas weniger definitiv etwas mehr ist - für mein Zuhause, den Umzug und mich.

*Da ich es liebe, in Brockenhäusern zu stöbern, kommen meine alten Dinge auch wieder dahin.


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Mittwoch, 26. September 2012

Wort Schatz

 (via Ignite light)


The Pool of Tears
from the Night Circus


The sign outside this tent is accompanied by a small box full of smooth black stones. The text instructs you to take one with you as you enter.
Inside, the tent is dark, the ceiling covered with open black umbrellas, the curving handles hanging down like icicles.
In the center of the room there is a pool. A pond enclosed within a black stone wall that is surrounded by white gravel.
The air carries the salty tinge of the ocean.
You walk over to the edge to look inside. The gravel crunches beneath your feet.
It is shallow, but it is glowing. A shimmering, shifting light cascades up through the surface of the water.
A soft radiance, enough to illuminate the pool and the stones that sit at the bottom. Hundreds of stones, each identical to the one you hold in your hand.
The light beneath filthers through the spaces between the stones.
Reflections ripple around the room, making it appear as though the entire tent is underwater.
You sit on the wall, turning your black stone over and over in your fingers.
The stillness of the tent becomes a quiet melancholy.
Memories begin to creep forward from hidden corners of your mind. Passing disappointments. Lost chances and lost causes. Heartbreaks and pain and desolate, horrible loneliness.
Sorrows you thought long forgotten mingle with still-fresh wounds.
The stone feels heavier in your hand.
When you drop it in the pool to join the rest of the stones, you feel lighter. As though you have released something more than a smooth polished piece of rock.

Erin Morgenstern


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Freitag, 16. März 2012

Innehalten

(Bild via Pinterest)



Meine Lieben, es dauert nicht mehr lange und ich werde Mama eines kleinen, süssen Vierbeiners. Deshalb studiere ich schon jetzt wie ein Streber Erziehungsbücher und Ernährungs- und Pflegeratgeber für Hunde. In einem meiner Bände bin ich über diesen berührenden Text über das Loslassen gestolpert. Er zeigt, wie sehr der Tod zum Leben gehört... schön.

Saying Good-bye

The evening wore on, the music from the radio drifting out and enveloping us all. And with each moment, my wife and I could see that the small black kitten she held in her lap was edging even closer to death. Only a week before, we had adopted her from the animal shelter clinic where I had twice saved her life - first from the ravages of parasites, and then from the institutional procedures that required unadopted strays to be put to sleep after a certain period.

But now further postponing seemed impossible. I had done what I knw how to do and yet Miracle, as we'd dubbed her on account of her heroic, though brief, rebound, was surely on her way out.

 (Lest weiter nach dem Break)

Sonntag, 20. November 2011

Fffleur im Gleichgewicht

(Bild via Pinterest)


Meine Lieben, lang ists her seit dem letzten Fffleur im Gleichgewicht-Post. Und das hat seinen Grund. Im letzten halben Jahr habe ich *schluck* ganze sechs Kilo (ja, das sind 6kg!) zugenommen. Und darüber rede ich gar nicht gerne. Am liebsten eigentlich überhaupt nicht. Aber ehrlich ist ehrlich und ich will euch hier nicht nur den Erfolg vorführen, sondern auch die Kurven und Schlenker, die mein Leben dabei nimmt.

Loyale Freunde bekräftigen, dass man diese Kilos nicht sähe. Nicht wirklich. Und ehrlich gesagt, mir geht es... fast... gleich. Aber ich spüre sie. Ich spüre jedes einzelne dieser Kilos, die mich ein wenig unförmiger, ein wenig träger machen und mich ein wenig mehr von der Welt abschotten.

Was mich dabei (relativ) ruhig bleiben lässt ist dies: Es fühlt sich nicht an, als wäre diese Masse, dieses Gewicht Teil meines Körpers, Teil von mir. Das mag sich vielleicht komisch anhören. Aber es ist so. Dieses Gewicht bin nicht ich.

In diesem Jahr ist in meinem Leben so viel passiert. So viele erfüllte Herzenswünsche, so viel Glück, dass ich schon Angst hatte, mich müsse demnächst der Schlag treffen und so viel Trauer und Schmerz, als alles anders kam, als ich es mir gewünscht habe.

Ich habe in dieser Zeit viel gelernt und habe dadurch anders reagieren und agieren können. Ich bin stolz auf diese Schritte und den Mensch, der ich geworden bin. Aber es hat mich viel Kraft und Energie gekostet. Und die sechs Kilos sind in diesem Sinne Schutz und Schild, die ich wohl gebraucht habe, um durch die vergangenen Monate zu kommen und jetzt hier vor euch zu stehen, so wie ich bin.

Ich bin dankbar für diesen Schutz und was er für mich getan hat. Aber jetzt ist Zeit, ihn wieder loszulassen, mich wieder ganz zu spüren, leicht und fliessend und lebendig zu sein, wieder regelmässig drei mal die Woche Yoga zu geniessen, meinem gesunden Appetit zu vertrauen. Ich will nur noch mit mir zu tragen, was zu mir gehört - der Rest darf gehen. Merci adiö.




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Sonntag, 28. August 2011

Donnerstag, 18. August 2011

Auf der Suche nach Inspiration



Manchmal wünscht man sich Dinge mit ganzem Herzen. Mit jeder Faser seines Seins hängt man sich an seinen Wunsch und konzentriert sich so auf dessen Erfüllung, dass man das Leben um sich herum vergisst.  Dass man sich dabei ganz verkrampft, merkt man erst, wenn man Muskelkater davon trägt. Und natürlich ist das auch gerade mal das einzigste, was passiert - ein Autsch bei jeder Bewegung. Denn Wünsche gehen nun mal nicht schneller in Erfüllung, je mehr man sich an ihre Erfüllung klammert. Nur wer offen ist, gibt seinen Wünschen genügend Raum, den Weg zum einem zu finden.

Den besten Beweis dafür habe ich mir erst letzten Sonntag gegeben, als nach wochenlangem Herzkrampf und Yogabeschwörung in einem einzigen, beschwingten Blödelversuch im Garten meiner Eltern endlich gelang, was vorher unmöglich schien: in jeder Perspektive zu vertrauen.

Als hätte ich nie etwas anderes gemacht, stand ich Hals über Kopf sicher im Leben und schüttelte mir dabei gleich noch den riesigen Felsbrocken vom Herzen, der mir das Atmen in den letzten Wochen oftmals schwer gemacht hatte.

Die Endorphinflut, die mich den ganzen Abend glückseelig lächelnd schweben liess (mein erster Kopfstand, was für ein Hochgefühl!), war dabei nur die Kirsche auf meiner Torte des Lebensglücks.




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Sonntag, 19. Juni 2011

In Gedanken




Geht es Euch auch manchmal so, dass ihr allen Grund habt, grandios sauer zu sein? Und dann zum entscheidenden Zeitpunkt den Moment verpasst, das diesen Grund begleitende Gefühl der Verletztheit loszulassen und nachzugeben? 

Nicht, weil ihr schwach seid oder unsicher. Und nicht einmal, weil ihr grundsätzlich im Unrecht wärt. Aber weil ihr Euren Gegenspieler lieb habt und nicht jeder Streit bis zum bitteren Ende geführt werden muss.

Schliesslich ist es viel schöner, die Hand auszustrecken - oder sie annehmen zu können - und zusammen einen Ort zu erreichen, an dem man nicht mehr einsamer Gegenspieler, sondern Verbündete auf der Suche nach einer gemeinsamen Lösung ist. 

Ich habe viel zu lernen...




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Sonntag, 13. März 2011

Innehalten




Wie können Menschen behaupten, es gäbe in unserer modernen Welt keine Wunder mehr?! Täglich geschehen sie, grosse und kleine. Man muss nur hinschauen und sie sehen.

Denn wie könnte man es beispielsweise anders als ein Wunder nennen, wenn zwei Menschen sich in einander verlieben und und sich für ein Zusammensein, einen gemeinsamen Lebensweg entscheiden - und den auch Tag für Tag zusammen gehen. So unglaublich viele Faktoren und Momente müssen zusammenkommen, damit diese Realität möglich werden kann. Dass da zwei in ihren Gedanken und in ihrem Herzen die ganze Zeitspanne von einem Tag bis hin zu einem ganzen Leben sehen und für sich entscheiden, ja mit dieser einen Person kann ich mir das vorstellen, will ich das, freu ich mich darauf.

Und umso schwieriger, wenn es ein Fast-Wunder ist, wenn es fast stimmt, wenn sich alle Puzzleteile bis auf ein einziges zusammenfügen, so viel so sehr stimmt und doch nicht ganz passt, weil es bei der Möglichkeit, beim Potential bleibt und nicht gelebte Realität wird.

Die Leichtigkeit, die Lebendigkeit, das Vertrauen, das Gefühl, an- und heimzukommen... das ist doch, was wir suchen. Und wenn wir es gefunden haben und daraus keine Liebesbeziehung wird, dann ist es verdammt schwierig, das Gute wieder loszulassen. Und so wird auch das Loslassen zum Wunder. Denn es ist nur zu einfach, aus Angst, Trauer und Trotz in einer Endlosschlaufe festzuhalten, dort zu verweilen, wo alle Hoffnung greifbar möglich war und dort zu verbittern, weil sie es nun nicht mehr ist.

Und darum wird es schliesslich auch zum Wunder, wieder zulassen zu können. Wieder zu vertrauen, wenn man einen Menschen treffen wird, mit dem es sich erneut leicht und lebendig anfühlt. Über seine Erfahrungen und Erinnerungen hinwegzusehen und auf die Hoffnung, die Möglichkeit zu bauen, dass es diesmal nicht nur fast, sondern ganz stimmen könnte. Stimmt. Dass die Liebe diesmal da ist, um zu bleiben.



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