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Freitag, 8. Juni 2012

Herzenssache



All the world's a stage

Wie klein doch die Vorstellungskraft des menschlichen Hirns sein kann. Da leben wir in die Tage hinein und machen uns tausend Gedanken über unsere Zukunft. Wir denken in logischen Schritten und errechnen uns die Wahrscheinlichkeit von Möglichkeiten. Wir sagen uns, das und das wird sowieso nie passieren. Wir überlegen uns, was passieren muss, damit sich unsere Wünsche erfüllen.

Und dabei vergessen wir, wie so oft, dass wir keine Ahnung haben. Keinen blassen Schimmer von all den Zusammenhängen und Ebenen auf denen wir alle mit dieser Welt, miteinander, verbunden sind, ein Gewebe, das in ständigem Fluss ist, agiert, reagiert, kreiert. Wir sehen, was wir sehen. Wir denken, was wir denken. Doch obwohl wir mit unserem Denken, Handeln, Fühlen grosse Auswirkungen schaffen, sehen wir nicht genug, um auch nur eine annehmbare Vorstellung davon zu haben, was das Leben für uns bereit hält.

Wie da eine kleine Bernerin mit grossem Herz an einen falschen Mann gerät, verraten wird und just in diesem Moment den Mut findet, vor der Nation ganz zu sich zu stehen. Wie gut das tut, in ihrer Mitte zu ruhen, wie sie sehr sie das austrahlt und wie genau dadurch in einem anderen Teil der Schweiz ein wunderbarer Mann dazu veranlasst wird, ihr einen Brief zu schreiben. Wer hätte das schon wissen können, wer weiss schon, wie es weitergeht.

Erlauben wir uns doch, jederzeit an Wunder zu glauben und für sie bereit zu sein. Lassen wir uns nicht von unserern eigenen beschränkten Möglichkeiten zurückhalten, Wege und Weisen zu finden, die weder logisch, noch möglich, noch vorsehbar scheinen - aber die das Leben zum Abenteuer machen, und uns zu Hauptdarstellern unserer eigenen fabelhaften Geschichte.


To be continued...


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Sonntag, 24. April 2011

Auf der Suche nach Inspiration...




Wer nicht an Wunder glaubt, der ist kein Realist.

~Ben Gurion




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Sonntag, 13. März 2011

Innehalten




Wie können Menschen behaupten, es gäbe in unserer modernen Welt keine Wunder mehr?! Täglich geschehen sie, grosse und kleine. Man muss nur hinschauen und sie sehen.

Denn wie könnte man es beispielsweise anders als ein Wunder nennen, wenn zwei Menschen sich in einander verlieben und und sich für ein Zusammensein, einen gemeinsamen Lebensweg entscheiden - und den auch Tag für Tag zusammen gehen. So unglaublich viele Faktoren und Momente müssen zusammenkommen, damit diese Realität möglich werden kann. Dass da zwei in ihren Gedanken und in ihrem Herzen die ganze Zeitspanne von einem Tag bis hin zu einem ganzen Leben sehen und für sich entscheiden, ja mit dieser einen Person kann ich mir das vorstellen, will ich das, freu ich mich darauf.

Und umso schwieriger, wenn es ein Fast-Wunder ist, wenn es fast stimmt, wenn sich alle Puzzleteile bis auf ein einziges zusammenfügen, so viel so sehr stimmt und doch nicht ganz passt, weil es bei der Möglichkeit, beim Potential bleibt und nicht gelebte Realität wird.

Die Leichtigkeit, die Lebendigkeit, das Vertrauen, das Gefühl, an- und heimzukommen... das ist doch, was wir suchen. Und wenn wir es gefunden haben und daraus keine Liebesbeziehung wird, dann ist es verdammt schwierig, das Gute wieder loszulassen. Und so wird auch das Loslassen zum Wunder. Denn es ist nur zu einfach, aus Angst, Trauer und Trotz in einer Endlosschlaufe festzuhalten, dort zu verweilen, wo alle Hoffnung greifbar möglich war und dort zu verbittern, weil sie es nun nicht mehr ist.

Und darum wird es schliesslich auch zum Wunder, wieder zulassen zu können. Wieder zu vertrauen, wenn man einen Menschen treffen wird, mit dem es sich erneut leicht und lebendig anfühlt. Über seine Erfahrungen und Erinnerungen hinwegzusehen und auf die Hoffnung, die Möglichkeit zu bauen, dass es diesmal nicht nur fast, sondern ganz stimmen könnte. Stimmt. Dass die Liebe diesmal da ist, um zu bleiben.



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