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Dienstag, 12. Juli 2011
Dessertträume
Rüeblikuchen
Rezepte bis auf das letzte Milligramm zu befolgen, ist nicht meins. Zu verführerisch sind all die Möglichkeiten der persönlichen An- und Abwandlung. Das Rezept ist deshalb das Kind einer Version von Harry Eastwood und der Erinnerung meines letzten Kino-Bounty's.
Dieser Rüeblikuchen gelingt übrigens besonders gut, wenn man ihn mit Liebe backt. Ungläubige verweise ich gerne auf diese Geschichte hier.
Für den Teig
2 Zitronen, Schale und Saft
3 Eier
160 g brauner Zucker
280 Rüebli, klein geraspelt
150 g Dinkelmehl
100 g Kokosraspel
60 g Mandeln, gemahlen
1 Packung Backpulver
2 Tl Zimt
1 Tl Vanille
1 Prise Salz
Für die Füllung
1/2 Packung Philadelphia Frischkäse, light
3 El Lemoncurd, gehäuft
Für die Glasur
200 g Milchschokolade
1/2 Packung Philadelphia Frischkäse, light
Kokosraspeln
Marzipanrüebli
1. Ofen auf 160 Grad Celsius vorheizen. Zwei runde Kuchenformen mit Backpapier auslegen.
2. Eier und Zucker fünf Minuten mixen.
3. Währenddessen Zitronen raspeln. Rüebli schälen und raspeln. Hinzufügen.
4. Zitronensaft, Mehl, Mandeln, Kokosraspeln, Zimt, Vanille, Salz und Backpulver hinzufügen.
5. Teig in die Kuchenformen geben, gleichmässig in zwei dünnen Schichten verstreichen.
6. Beide Formen in den Ofen geben und 45 Minuten backen. Aus Ofen und Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
7. Für die Füllung die Zutaten mit einer Gabel verquirlen. Eine Kuchenhälfte mit dem Boden nach oben auf eine Kuchenplatte geben. Füllung darauf verteilen. Zweite Kuchenhälfte mit dem Boden nach unten daraufgeben, leicht festdrücken.
8. Schokolade in einer Pfanne erwärmen, bis sie flüssig ist. Von der Platte nehmen und den Frischkäse hinzufügen. Mit einer Gabel verquirlen, bis eine gleichmässige Glasur entsteht. Wenn sie zu fest wird, die Pfanne kurz auf die noch warme Platte stellen.
9. Die Glasur auf den Kuchen geben und mit einem Spachtel verteilen. Mit Marzipanrüebli und Kokosraspeln verzieren. Mindestens eine Nacht zugedeckt im Kühlschrank "reifen" lassen - besser ist allerdings ein Tag, wenn ihr solange warten könnt.
10. Geniessen... *smiles*
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Montag, 11. Juli 2011
Innehalten
Letzte Woche habe ich mich furchtbar gestritten. Einer dieser Streits, bei dem keiner streiten will aber jedes Wort dazu führt, dass man sich noch mehr in Verletzungen und Vorwürfen verstrickt. Solange, bis man keine Ahnung mehr hat, wie man wieder aus diesem Loch herauskommt, in das man sich gegraben hat.
Auf jeden Fall habe ich darauf beschlossen, mich mit backen zu therapieren. Seine Probleme für einen Moment hinter sich zu lassen, um etwas mit den Händen zu schaffen, das süss und gut und tröstlich ist, hilft immer. Rüeblikuchen war das Ziel. In letzter Zeit bleiben meine Gedanken des öfteren bei diesem saftigen Stück Dessert hängen.
Der Teig schleckt sich mit himmlischem Geschmack vom Löffel; in Gedanken gehe ich den Streit wieder und wieder durch. Recht hatten beide - und nachgeben konnte keiner, während sich Missverständnisse und Verletzungen häuften, bis jeder einsam an seinem Ende des Arguments sass. Wenn er das nicht gesagt hätte, dann hätte ich auch nicht und überhaupt... das Karoussel dreht und dreht.
Die kleinen Muffins in ihren süssen rot-weiss karierten Förmchen, welche ich ein wenig später aus dem Ofen hole, kühlen ab. Im Gegensatz zu mir. Ich beisse in das erste hinein. Es schmeckt.... grässlich. Und setzt sich in einem Klumpen in meinem Bauch ab. Neben den anderen Klumpen. Ich habe nicht mit Liebe gebacken, sondern mit Rechtfertigungen. Und das merkt man.
Ich halte mich für den süssen Gluscht an einen Früchteteller und starte einen Tag und ein Hand ausstreckendes Telefonat später Versuch Nummer Zwei. Diesmal gelingts. Der Kuchen ist saftig, erfrischend, verzückend gut. Er sagt, was ich endlich, endlich wieder aussprechen kann: ich hab dich lieb.
Ps: Das Rezept für den (leckeren) Rüeblikuchen folgt morgen... :)
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Samstag, 9. Juli 2011
Dessertträume
Dessert gibt es immer in gesund und nicht so ganz gesund - ganz nach Wahl. Keine Wahl gibt es jedoch beim Genussfaktor. Alles, was nicht super, superlecker und wowww ist, lohnt sich nicht. Auf was habt ihr gerade Gluscht?
Rüeblikuchen und Soyacappuccinos mit Herz gibt es übrigens im der neu eröffneten Babu's Bakery & Coffeehouse an der Löwenstrasse 1 in Zürich.
Frische Früchte mit Honig gibt es entwede bei euch zuhause, im Migros Take-Away (ohne Honig aber mit Joghurt) oder als Gast bei mir.
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