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Montag, 4. Februar 2013

Im Visier



Hallo, hallo, hallo, ich bin nicht vom Rand der Welt gefallen. Nur umgezogen. Und zwar aus meiner Herzensstadt und Heimat Bern nach Winterthur.

Drei Wohnungen hab ich mir angeschaut, eine wollte und die erhielt ich. Nur eineinhalb Wochen später (das ist gefühlt zwei mal blinzeln!) sitz ich nun da und weiss viel mehr übers Umziehen als vorher. Es ging alles etwas schnell und passiert ist viel... Whoa!


#1 Eine aufgeräumte Wohnung sieht optisch nach einer halben Tonne weniger Material aus, als da tatsächlich in Schränken und Schubladen verstaut ist. Dieser Fakt hat eine ziemlich wichtige Auswirkung auf die Grösse des Zügelwagens und die Anzahl der benötigten Kisten.

#2 Nur weil man sich von vielen Dingen via Brocki, Ricardo oder Facebook verabschiedet hat, heisst das noch lange nicht, dass nun alles in die Kisten passt. Echt, ab sofort, gibts in diesem Haushalt hier eine jährliche Rausschmeissrunde (und kein Ich-verstau's-mal-auf-dem-Dachboden-und-schau-später-weiter)!

#3 Grosse Zügelwagen sind ein Problem: Je grösser das Ladevolumen, desto weniger Gwicht darf man tatsächlich laden, damit das Gesamtgewicht des Wagens nicht 3.5 Tonnen überschreitet. Ins echte Leben übersetzt heisst dies, dass sich eine 2-Zimmer-Wohnung nicht mit einer Fahrt zügeln lässt. Von Stadt zu Stadt ist das ziemlich nervig - aber günstiger, als wie wir in eine Polizeikontrolle zu fahren, eine riesige (und ich meine RIESIGE) Busse zu kassieren und gezwungenermassen die Hälfte des Wageninhalts bei Freunden meiner Eltern zu deponieren, um weiterfahren zu können! Argh argh argh! Mein Tipp: Bei Stadt-zu-Stadt-Umzügen in den sauren Apfel beissen und ein Zügelunternehmen mieten!

#4 Ein Team, dass auch während der grössten Zügelschicksalsschlägen nicht die Nerven verliert und bis zum bitteren Ende durchhält, ist unbezahlbar. Merci, meine Lieben!!

#5 Essen ist wichtig. Vom mittäglichen Zügellunch frischer Schinkengipfeli von Muttern (Umziehen ist in meinen Augen eine vegane Ausnahmesituation), sizilianischen Orangen zwischendurch bis hin zur spätabendlichen Pizza kurz vor dem Zusammenbruch, geht nichts über kleine Genussmomente.


PS: Seid ihr wenigstens ein birebitzeli gespannt, wie mein neues zuhause aussieht? Musste einfach fragen ;).


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