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Montag, 9. Januar 2012

Showtime



Linda und ich waren in einem anderen Leben Agenten. Doch weil jeder gute Agent mindestens einen Plan B hat, wohnt sie jetzt in Hamburg, lebt mit Haut und Haaren ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin und findet doch immer noch irgendwie Zeit, um in ihren Ferien eigene Programme (Stilettas... and the shoe goes on) auf die Beine zu stellen, an künftigen Stücken herumzutüfteln und dabei einfach unverschämt fabulös zu sein.

Linda Trachsel ist, was man allgemein als Powerfrau bezeichnen würde. Und sie füllt diesen Titel mit ganz viel Herz, Engagement und Liebe und (fast) ganz ohne Zickerei und Ellenbogenkämpfe. Es ist unglaublich inspirierend, Menschen wie Linda zu begegnen - gerade wenn das eigene Reservoir an Motivation etwas leer zu laufen scheint.

"And the shoe goes on" ist der Titel ihres aktuellen Programms. Und weiter geht es tatsächlich immer. Ob mit oder ohne Stilettos. Ob mit mehr oder weniger Weitblick. Auf jedenfall bin ich gerade ganz gross inspiriert, wieder auf die Bühne zu steigen mit einem Projekt, das das Herz singen und die Kreativität sprudeln lässt.



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Sonntag, 13. Dezember 2009

Showtime

(Bild via Volksbühne Belp)

"S isch mr alles eis Ding, ob i lach odr sing. Hanes Härzeli wines Vögeli, darum liebeni so ring..." Mädi (yours truly *zwinker*) ist Magd in der Bauernfamilie der Jowägers auf einem Hof im tiefstem Emmental. Es ist ein hartes Leben mit einer mühsamen Chefin und ohne soziale Aufstiegschancen. Mädi träumt deshalb davon, sich irgendwie aus ihrer Stellung zu befreien. Viel will sie nicht, nur ein Stückchen Freiheit und einen guten Mann...

Das ist Mädis Geschichte. Es könnte aber auch Lisi Ziberlis Geschichte sein. Eine Tochter aus ehemals wohlhabendem Bauernhause, die sich um jeden Preis einen reichen Mann angeln will. Oder Meieli Liebligs Geschichte. Eine arme Jungfer, der ein arbeitsreiches Leben im Hause ihres Onkels bevorsteht, wenn nicht irgendjemand sich ihrer erbarmt...

In Gotthelfs "Anne Bäbi Jowäger" fehlt es immer irgendwo - an Glück, Geld, Liebe oder Verstand. Und die Bewohner dieser kleinen Welt kämpfen mehr oder weniger geschickt dafür.

Ab dem 14. Januar 2010 kommt der Schweizer Klassiker unter der Regie von Hans-Peter Burla in Belp auf die Bühne. Tickets kann man schon jetzt auf www.volksbuehne-belp.ch reservieren.

Ort:
Aaresaal im Rest. Kreuz, Dorfzentrum Belp

Spieldaten
14. Januar 2010, 20.00 Uhr (Premiere)
15. Januar 2010, 20.00 Uhr
16. Januar 2010, 20.00 Uhr
17. Januar 2010, 17.00 Uhr
20. Januar 2010, 20.00 Uhr
21. Januar 2010, 20.00 Uhr
22. Januar 2010, 20.00 Uhr
24. Januar 2010, 17.00 Uhr
27. Januar 2010, 20.00 Uhr
28. Januar 2010, 20.00 Uhr
29. Januar 2010, 20.00 Uhr
30. Januar 2010, 20.00 Uhr (Derniere)


Und hier noch die "offizielle" Version der Geschichte:

Kurz nach der Pubertät holt sich Jakobli, der einzige Sohn von Anne Bäbi und Hansli Jowäger, die Pocken. Als alle Wundersalben nicht wirkten, sucht die Mutter den Scharlatan Vehhansli auf, dessen Mittel schon mehr als einem das Leben gekostet hat. Jakobli überlebt, aber die Krankheit hat ihn auf einem Auge blind und narbenübersät gemacht. Eine Kartenleserin prophezeit, dass Jakobli "wybe" müsse, um gesund zu werden. Die Mutter fädelt hinter dem Rücken beider Männer eine Hochzeit ein, übersieht aber dabei die Liebe, die ihren Sohn mit dem Waisenmädchen Meyeli verbindet.

Buch: Jeremias Gotthelf
Bühnenfassung: Sämi Fauk